fischerin

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Sonntag
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Geschichte der Fischerin

eitelfritz_kleinDie Idee, in Lindau ein Lokal zu eröffnen kommt Eitelfritz Scheiner 1951 - es gibt Bedarf an einem Lokal, in dem man günstig essen kann.

In der Ludwigstrasse 50 (ein ehemaliges Most- und Weinhäusle aus dem 16. Jahrhundert) haben sich zwei alte Damen mit einem Kurzwarenladen verschuldet. Eitelfritz Scheiner überzeugt die Damen, ihm das Haus auf „Leibrente“ zu verkaufen.

Im April 1952 wird das „Vesperstüble Zur Fischerin“ eröffnet, tatsächlich mit Bezug auf den damals sehr bekannten Schlager „Die Fischerin vom Bodensee“.

Begonnen wurde mit 6 Tellern und 6-mal Besteck. Jeden Tag gab es einen wechselnden Eintopf, entweder Erbsen-, Bohnen- oder Linseneintopf mit einem Wiener Würstchen, Brot soviel man wollte und Nachschlag, alles für eine Mark. Viele Leute hatten sehr wenig Geld, das Konzept schlug ein und es wurden pro Tag an die 50 Portionen Eintopf verkauft. Man öffnet bereits morgens um 7 Uhr, unter anderem für die Hotelgäste, um Frühstück anzubieten und arbeitet dann oft durch bis nachts um 12 Uhr.

Nach der ersten Vergrößerung im Winter 1952 auf 1953 schmückt ein großes Wandbild den vorderen Gastraum, passend zum Namen „Fischerin“, mit Nixen, Seesternen und Fischen. Dieses und die Tatsache, dass seit 1953 bereits Bilder in der Fischerin ausgestellt werden mögen Ausschlag für den neuen Namen gegeben haben: „Künstlerstüble zur Fischerin“.

Im Winter 1955 wird weiter ausgebaut. Eitelfritz hat die Idee für die damals sehr modernen Nierentische. Er fertigt Schablonen aus Papier, um die besten Formen und Positionen für die drei Tische zu finden.

1957
Endlich kann auch der letzte Kellerraum ausgebaut werden! Er wird ausgeschachtet, eine Musicbox aufgestellt und die Fischerin wird zur ersten Disco Lindaus.

Im Januar 1961 übernimmt Fritz Scheiner das Lokal zum ersten Mal.

Als er jedoch im Herbst 61 aus einem kurzen Urlaub zurückkommt, ist die Fischerin geöffnet. Eitelfritz sitzt auf seinem Platz und sagt zu seinem Sohn: „Ich kann ohne die Fischerin nicht mehr leben, du bist noch so jung, such dir doch was anderes.“

Von Herbst 1961 bis 1973 ist Eitelfritz also wieder Chef in der Fischerin.

Für die Geschichte der Fischerin ist von Fritz Scheiner aus dieser Zeit zu berichten, dass er eines Abends – er betrieb damals in Konstanz die Innkneipe „Zum Roten Hut“ – aus der Not eine Tugend machte und spät Nachts für private Gäste, aus allem, was im Kühlschrank noch zu finden war, den heute berühmten Käsesalat erfand.

FritzFischerin_sehr_klein1973 im April, Fritz Scheiner lebt inzwischen mit seiner zweiten Frau Elke und seinen beiden Töchtern in Costa Rica, erhält er eine Postkarte von seinem Vater: „Wenn Du mich noch einmal sehen willst, dann komme sofort.“
Auf dem Sterbebett wird er vom Vater gebeten, die Fischerin zu übernehmen, damit das Haus nicht verloren geht.

Am 22. Juni 1973 eröffnen Fritz Scheiner und seine Frau Elke das „Künstlerstüble zur Fischerin“ neu.

Im Jahr 1969 hatte Manfred Eicher seinen Verlag ECM gründet und bestimmt jetzt die musikalische Entwicklung der Fischerin bedeutend mit.

Am 24. November 1973 findet die erste Ausstellung in der Fischerin statt, mit Bildern von Eleonore Frey.

Es gibt eine Karte mit kleinen Speisen wie zum Beispiel den legendären Käsesalat, der Schwerpunkt liegt aber auf der Weinauswahl.
Im Frühjahr 1980 wird die Fassade grundlegend renoviert und im Zuge dessen das Lokal in „Galerie und Weinstube zur Fischerin“ umbenannt.
Im Sommer 1999 setzen sich Elke und Fritz Scheiner zur Ruhe, nachdem sie vorher im Lokal eine neue Küche eingebaut haben.

Für zwei Jahre führt Andreas Hieber das Geschäft.

thorsten1sw_kleinAm 12. April 2002 übernimmt Fritz’ jüngerer Sohn Thorsten zusammen mit seiner Frau Andrea die Fischerin – die dritte Generation!
Das Konzept wird modernisiert und angepasst.
Jetzt gibt es eine wechselnde Wochenkarte zusätzlich zu den kleinen Speisen, die zum Wein gereicht werden.
Käsesalat und Bohnensuppe, die beiden Traditionsessen, werden immer noch hervorragend angeboten!
Auch der Musikrichtung bleibt das Paar treu – etwas angepasster, nicht mehr ausschließlich ECM, aber doch Jazz.
Nach wie vor finden auch wechselnde Ausstellungen  in den Räumen der Fischerin statt.
Das Publikum verändert sich, es kommen mehr Leute gezielt zum Essen, auch viele Junge Leute. Trotzdem ist ein großer Teil des Stammpublikums der Fischerin treu!

Im Sommer 2017 wird die Fischerin 65 Jahre.

Zur Fischerin - Galerie & Weinstube - Ludwigstraße 50 - 88131 Lindau - +49 (0)8382 - 5428

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